Berlin – Hany Danial 

Im Zeitraum Januar bis März 2024 haben insgesamt 71.061 Personen einen Asylantrag in Deutschland gestellt (65.419 Erst- und 5.642 Folgeanträge). Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (80.978 Erstanträge) bedeutet dies eine Abnahme um 19,2 Prozent. 4.802 der Erstanträge im Jahr 2024 betrafen in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser erklärt zu den heute veröffentlichten aktuellen Asylzahlen:

„Von Januar bis März hatten wir knapp ein Fünftel weniger Asylanträge als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Das zeigt, dass unser Handeln wirkt. Wir schützen weiterhin viele Menschen vor Krieg und Terror und begrenzen zugleich wirksam die Zahl derer, die unseren Schutz nicht benötigen.

Durch unsere vorübergehenden Grenzkontrollen konnten seit Oktober 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert werden. Mehr als 700 Schleuser hat die Bundespolizei durch diese Kontrollen seitdem festgenommen und damit ihr brutales Geschäft mit der Not von Menschen zerschlagen. Wir werden die Grenzkontrollen so lange fortsetzen, wie es notwendig ist, um die irreguläre Migration dauerhaft wirksam zu begrenzen.

Dafür brauchen wir das Gemeinsame Europäische Asylsystem, auf das wir uns als EU-Staaten nach jahrelangen Verhandlungen geeinigt haben. Das Gemeinsame Europäische Asylsystem ist der Schlüssel zur dauerhaften Entlastung unserer Kommunen: durch Asylentscheidungen schon an den Außengrenzen, wenn nur eine geringe Aussicht auf Schutz besteht, und endlich durch eine gerechtere Verteilung in der EU. Deshalb ist es so wichtig, dass dieser Migrationspakt jetzt auch vom Europäischen Parlament beschlossen wird.

Zugleich sorgen wir schneller für Klarheit, wer in Deutschland bleiben darf und wer nicht. Mit 1.160 zusätzlichen Kräften beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und 300 Millionen Euro zusätzlich für schnellere und digitale Verfahren erhöhen wir hier das Tempo weiter.“