Von Sara Volker
Im Dezember 2024 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 12.178 Asylerstanträge entgegengenommen, im Gesamtjahr 2024 wurden 229.751 Asylerstanträge gestellt. Entschieden hat das Bundesamt im gesamten Jahr über 301.350 Asylverfahren.
Im Jahr 2024 haben insgesamt 250.945 Personen einen Asylantrag in Deutschland gestellt, 229.751 Erst- und 21.194 Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (329.120 Erstanträge) bedeutet dies einen Rückgang um 30,2 Prozent. 21.270 der Erstanträge im Jahr 2024 betrafen in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser erklärt zu den heute veröffentlichten Asylantragszahlen für das Jahr 2024:
„Wir haben die irreguläre Migration stark zurückdrängen können. Die Asylantragszahlen sind 2024 um rund 30 Prozent zurückgegangen, es gab 100.000 Asylanträge weniger als 2023. Das zeigt: Unser konsequentes Handeln wirkt. Die auch jetzt wieder diskutierten populistischen Forderungen, die mit dem europäischen Recht und der Realität wenig zu tun haben, nützen niemandem.
Durch die Kontrollen an allen deutschen Grenzen durchkreuzen wir die Schleuserrouten und bekämpfen grenzüberschreitende Kriminalität. 1.800 Schleuser sind durch unsere Kontrollen festgenommen und mehr als 40.000 Personen zurückgewiesen worden. Wir werden die Grenzkontrollen an allen deutschen Grenzen deshalb über März 2025 hinaus fortsetzen. Außerdem gilt: Wer kein Recht hat, in Deutschland zu bleiben, der muss unser Land wieder verlassen. Wir haben die Möglichkeiten stark erweitert, Abschiebungen auch wirklich durchzusetzen. Auch hier sehen wir die Erfolge: Deutschland hat im letzten Jahr 20 Prozent mehr Abschiebungen durchgesetzt als 2023.
Zugleich setzen wir das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem mit Hochdruck um. Damit werden endlich die Außengrenzen der EU umfassend geschützt und Ankommende verlässlich kontrolliert und registriert. Unsere Gesetzentwürfe zur Umsetzung des neuen EU-Rechts in Deutschland liegen dem Deutschen Bundestag vor. Sie sollten schnellstmöglich beschlossen werden.“





