Der BVB muss sich gegen Bayer Leverkusen nach später Führung mit einem 1:1 begnügen. In letzter Minute glich der Meister aus. Niclas Füllkrug hielt mit seinem 1:0 in der 81. Minute nach einer Hereingabe von Julian Brandt den BVB zunächst klar auf Champions-League-Kurs.
Leverkusen schlug aber durch Josip Stanisic Sekunden vor dem Schlusspfiff doch noch einmal zum 1:1 zurück. Damit erhalten sich die Leverkusener ihre Rekord-Serie ohne Niederlage von nunmehr 45 Pflichtspielen.
Vor allem richtete der aufgebrachte Hummels wütende Worte in Richtung Marcel Sabitzer. Der Österreicher murrte wild gestikulierend zurück. Der 35-Jährige deutete mit der rechten Hand in Richtung Nordtribüne. Dahin, wo der BVB den späten Gegentreffer fing. Dahin, wo sein Teamkollege Sabitzer seinen Gegenspieler Josip Stanisic aus den Augen verloren hatte, und dieser einköpfen konnte.
Leverkusen zeigte durchaus, was eine Meistermannschaft auszeichnet, kontrollierte wie selbstverständlich Gegner und Ball, zunächst aber ohne gefährliche Abschlüsse. Neben Boniface fehlte als Abnehmer auch der gleichfalls geschonte Patrik Schick, Nathan Tella war die Sturmspitze. Der nigerianische Nationalspieler bekam für ein vermeintliches Foul auch nach VAR-Überprüfung keinen Elfmeter (30.). Ein Freistoß von Alejandro Grimaldo (39.) auf das Tornetz war das einzige Highlight der spielerisch überlegenen Gäste vor der Pause.
Der BVB versuchte die letzte Bayer-Ecke Mann-gegen-Mann zu verteidigen. Stanisic lief mittig rund sieben Meter vor dem Tor in einem Bogen in Richtung kurzen Pfosten und köpfte, umringt von zahlreichen Männern in schwarz-gelb, ein. Sabitzer, der das 1:0 von Niclas Füllkrug vorbereitete und zuletzt der überragende Mann beim BVB war, war es, der den 24-Jährigen bewachen sollte.
Der Österreicher ließ den Leverkusener aber kurz vor seinem Abschluss entwischen.





