Von Hany Danial 

 Der FC Bayern stellt die Weichen für die kommenden Jahre. Der deutsche Rekordmeister setzt auf Stabilität in seiner Führungsetage und verlängert die Verträge von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl vorzeitig bis zum 30. Juni 2029. Das beschloss der Aufsichtsrat auf seiner turnusgemäßen Sitzung.

Nach den bewegten vergangenen Jahren sendet der FC Bayern damit ein klares Signal: Kontinuität soll die Grundlage für die nächste Entwicklungsphase bilden.

Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Hainer sieht in den Vertragsverlängerungen ein wichtiges Zeichen für die Zukunft. „Kontinuität sorgt für Orientierung, Stabilität verschafft Stärke“, erklärte Hainer. Gerade im internationalen Spitzenfußball brauche der FC Bayern klare Strukturen und verlässliche Führung, um seine Position in Europa zu behaupten.

Gemeinsam mit Dreesen und Eberl sieht Hainer auch Rouven Kasper als wichtigen Bestandteil des Führungsteams. Der Vorstand sei „hervorragend aufgestellt“, um den Rekordmeister sportlich und wirtschaftlich weiter voranzubringen.

Für Jan-Christian Dreesen ist die Vertragsverlängerung zugleich ein Vertrauensbeweis. Der Vorstandsvorsitzende bedankte sich beim Aufsichtsrat und betonte, seine Arbeit mit „Kraft und Leidenschaft“ fortsetzen zu wollen.

Sein Ziel bleibt klar: Der FC Bayern soll auch künftig der Spitzenklub bleiben, auf den Mitglieder, Fans und Mitarbeiter stolz sein können. „Wir haben noch viel vor“, machte Dreesen deutlich.

Der gebürtige Ostfriese kam 2013 nach einer erfolgreichen Karriere im Bankwesen zum FC Bayern und übernahm zunächst das Amt des Finanzvorstands. Bereits ein Jahr später wurde er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen. Seit Mai 2023 steht Dreesen an der Spitze des Vorstands des deutschen Rekordmeisters.
Auch Max Eberl zeigte sich über das Vertrauen des Aufsichtsrats erfreut. Für den Sportvorstand ist die Verbindung zum FC Bayern eine besondere: Bereits im Alter von sechs Jahren kam er zum Klub, durchlief dessen Nachwuchsmannschaften und feierte im Trikot der Münchner sein Profidebüt.

Nach seiner aktiven Karriere mit Stationen in Bochum, Fürth und Mönchengladbach wechselte Eberl ins Management. In Mönchengladbach begann 2005 seine Laufbahn als Funktionär, später arbeitete er als Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig. Am 1. März 2024 kehrte er schließlich zu seinen Wurzeln zurück und übernahm beim FC Bayern den Posten des Sportvorstands.

Nun ist klar: Eberl soll den sportlichen Kurs der Münchner langfristig mitgestalten.

Die aktuelle Führungsstruktur des FC Bayern besteht seit dem 1. Juli 2024 aus drei Vorstandsmitgliedern: dem Vorstandsvorsitzenden, dem Vorstand Sport sowie dem Vorstand Marketing & Vertrieb.

Der Aufsichtsrat hatte diese Struktur bereits im Frühjahr 2024 beschlossen. Ziel ist eine schlanke und effiziente Organisation mit kurzen Abstimmungswegen und schnellen Entscheidungen.

Mit den Vertragsverlängerungen von Dreesen und Eberl setzt der FC Bayern nun auch personell auf langfristige Planung.

Die Botschaft aus München ist eindeutig: Der Rekordmeister will nicht neu anfangen – er will seinen eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Bis 2029.