Von Sara Volker

Artur Abramovych, Vorsitzender der Bundesvereinigung Juden in der AfD, kommentiert den Wahlsieg Robert Sesselmanns bei der Landratswahl im thüringischen Sonneberg wie folgt:

„Dieses Ergebnis – bei gegenüber dem ersten Wahlgang gestiegener Wahlbeteiligung – zeugt vom Ende der Allparteienfront gegen die AfD. Vor allem ist es aber ein Schlag ins Gesicht der CDU. Das ist auch kein Wunder. Denn unter dem ehemaligen BlackRock-Aufsichtsratchef Friedrich Merz wurde die Union keineswegs wieder konservativer; sie nähert sich im Gegenteil dem grünlinken Mainstream immer weiter an.

 

Dass Zentralratspräsident Josef Schuster, als Mitglied der Union, über die Niederlage des Unionskandidaten in Sonneberg „erschüttert“ ist, kann nicht verwundern. Doch mit seiner Einlassung, man dürfe das Ergebnis „nicht einfach hinnehmen“, missachtet er den Wählerwillen und tritt die Demokratie mit Füßen.

Zudem wird die Union auch für national gesonnene jüdische Wähler immer unattraktiver. Erst kürzlich wurde der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion Jürgen Hardt in Israel bei einem Treffen mit der linksradikalen israelfeindlichen NGO Breaking the Silence ertappt. Auch der deutsche Botschafter in Israel, das CDU-Mitglied Steffen Seibert, fällt immer wieder mit israelfeindlichen Handlungen auf, weshalb er Anfang Mai vom israelischen Außenminister herbeizitiert und gerügt wurde: ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen.

Die AfD muss nun dem in sie gesetzten Vertrauen gerecht werden. Wir sind zuversichtlich, dass dies Robert Sesselmann gelingen wird.“