Von Peter Azzer 

Nuri Şahin muss bei Borussia Dortmund als Trainer gehen, das hat der Klub bestätigt. Die Entscheidung fiel nach der 1:2-Niederlage in der Champions League gegen den FC Bologna. Die Nachfolge steht noch nicht fest. Nach der Entlassung von Nuri Sahin bei Borussia Dortmund werden rund um den Champions-League-Finalisten des Vorjahres zahlreiche Trainerkandidaten gehandelt.

Am Samstag wird U19-Trainer Mike Tullberg „übergangsweise“ auf der Bank gegen Werder Bremen sitzen. Wer folgt dann?

Erik ten Hag: Der 54-jährige Niederländer musste Ende Oktober beim englischen Rekordmeister Manchester United gehen, sein Nachfolger Ruben Amorim konnte das Ruder bei den tief gefallenen Red Devils aber bisher auch nicht rumreißen. Der Portugiese spricht sogar von der schlechtesten United-Mannschaft aller Zeiten.

Ten Hag hat ihm also ein gewaltiges Erbe hinterlassen. Der Niederländer war zur Saison 2022/23 zu United gekommen, in seiner Amtszeit sicherte sich der Klub jeweils einmal den Ligapokal (2023) und den FA Cup (2024). Von 2013 bis 2015 betreute ten Hag die zweite Mannschaft von Bayern München, mit Ajax Amsterdam schaffte er es 2019 ins Halbfinale der Champions League.

Diese Entscheidung tut mir auch persönlich weh, aber sie war nach dem Spiel in Bologna nicht mehr vermeidbar“, sagte Ricken zur Trennung. „Leider haben wir es nicht geschafft, den sportlichen Ambitionen von Borussia Dortmund in dieser Saison zum jetzigen Zeitpunkt gerecht zu werden“, sagte Şahin laut der Mitteilung des BVB. „Ich wünsche diesem besonderen Verein alles Gute.“

Şahin war zwischen 2005 und 2011 Mittelfeldspieler beim BVB und wurde im vergangenen Jahr zunächst Assistenz-, ab Juli Cheftrainer. Zuvor trainierte er den türkischen Verein Antalyaspor, weitere Erfahrungen als Trainer hatte er nicht. Mit seiner Entlassung setzt sich die Serie häufiger Trainerwechsel bei dem Verein fort: Şahin war der achte Trainer seit 2015, als Jürgen Klopp den BVB verließ.