Von Peter Azer
Die Diakonie Deutschland fordert eine aktive Armutsbekämpfung. Dazu gehört auch eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Darum beteiligt sich die Diakonie Deutschland erstmalig an der Demonstration für eine sozial-ökologische Agrar- und Ernährungswende „Wir haben es satt!“ am heutigen Samstag.
Maria Loheide, Sozialvorständin der Diakonie Deutsch
Maria Loheide: „Immer mehr Menschen können sich aufgrund von geringen Einkommen oder Armut nicht für nachhaltige und gesunde Lebensmittel entscheiden. Menschen mit wenig Geld sind unfreiwillig auf Dumpingpreise und Discounter angewiesen, auf unökologisch und unsozial hergestellte Lebensmittel. Das schadet ihnen, das schadet den Produzent:innen und das schadet der Umwelt. Das ist in einem reichen Land wie Deutschland traurige Realität. Unsere Berechnungen zeigen: Der Regelsatz reicht nicht aus, sich nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gesund zu ernähren. Ökologische Kriterien sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.“
Die Diakonie Deutschland erwarten, dass jeder Mensch in unserem Sozialstaat ausreichend Mittel zur Verfügung hat, sich ausgewogen, gesund und nachhaltig zu ernähren. „Gesundes Essen darf kein Luxus sein. Soziale und ökologische Fragen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sozialleistungen und Einkommen müssen hoch genug sein, damit alle an der sozial-ökologischen Agrar- und Ernährungswende teilhaben können. Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit den Unterstützer:innen der Kampagne ‚Meine Landwirtschaft‘ für eine sozialgerechte Agrar- und Ernährungswende ein.“





