Die deutsche Nationalmannschaft verspielt gegen England den eigentlich sicheren Sieg. Davon aber will sie sich in ihrem Optimismus auf den WM-Titel nicht beeinflussen lassen.
Zeiten, in denen sich die Dinge massiv verändern, wissen die Menschen das Bewährte umso mehr zu schätzen. Das gilt nicht nur für das große gesellschaftliche Ganze. Das gilt auch für scheinbare Nebensächlichkeiten wie ein Fußballspiel.
Am Montagabend, beim Nations-League-Duell zwischen England und Deutschland, tanzten die Verhältnisse in der zweiten Halbzeit Polka. Sämtliche Gewissheiten wurden im Wembley-Stadion über den Haufen geworfen.
Erst verspielten die Deutschen ihren eigentlich schon sicheren Sieg, dann taten die Engländer es ihnen nach. Wenigstens auf eines aber war wieder einmal Verlass: auf die Performance der englischen Torhüter.