Die Schwesterparteien Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) und Christlich-Soziale Union (CSU), auch „Union“ genannt, haben die Bundestagswahl klar gewonnen. Sie dürften mit Friedrich Merz den nächsten Kanzler stellen. Die Union kommt auf 28,5 Prozent (Wahl 2021: 24,1 Prozent). 

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) erzielte mit 16,4 Prozent (2021: 25,7 Prozent) ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Die Alternative für Deutschland (AfD) verdoppelte ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2021 auf 20,8 Prozent (Wahl 2021: 10,4 Prozent). Die AfD hat ihre Hochburgen im Osten: Sie ist in allen fünf ostdeutschen Flächenländern stärkste Kraft geworden. Bündnis 90 / Die Grünen mit Kanzlerkandidat Robert Habeck erreichten nur 11,6 Prozent (2021: 14,7 Prozent). Die Linken verbessern sich deutlich auf 8,8 Prozent (2021: 4,9 Prozent). Die Freie Demokratische Partei (FDP) scheidet mit 4,3 Prozent aus dem Parlament aus (2021: 11,4 Prozent). Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) scheiterte hauchdünn an der Fünf-Prozent-Hürde: Laut Bundeswahlleitung kommt das BSW auf 4,972 Prozent. Dem Sprecher der Bundeswahlleiterin zufolge fehlten dem Bündnis lediglich rund 14.000 Stimmen zum Erreichen der Fünf-Prozent-Hürde. 

Friedrich Merz: Bis Ostern eine Regierung bilden
Friedrich Merz hat nun beste Chancen, nächster Kanzler nach Olaf Scholz (SPD) zu werden – dieser bleibt aber zunächst im Amt. Friedrich Merz hat angekündigt, spätestens bis Ostern eine Regierung bilden zu wollen.

*Deutschland