Von Peter Azzer
Seit heute liegt der erste Jahresbericht der Ombudsstelle Pflegeausbildung im Land Berlin vor. Der Bericht bietet einen Überblick über die Akzeptanz des Angebotes und zeigt, welche Themen an die Ombudsstelle herangetragen wurden und in welchen Fällen dort beraten werden konnte. Auszubildenden in der Pflegeausbildung und ihren Trägern der praktischen Ausbildung wird durch die Einrichtung der Ombudsstelle die Möglichkeit angeboten, bei Fragen oder Herausforderungen, die die Pflegeausbildung betreffen, mit Hilfe der Ombudsfrau Annette von Lersner-Wolff Lösungen zu entwickeln.
Der erste Jahresbericht deckt den Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Dezember 2024 ab. Im Fokus des ersten Berichtsjahres standen der Aufbau der Strukturen, die Etablierung und Bekanntmachung der Ombudsstelle, der Aufbau eines umfassenden Kooperationsnetzwerks sowie die Beratung. In dieser Zeit wurden 94 Anfragen an die Ombudsstelle gerichtet. Davon fallen 30 Anfragen in die Zuständigkeit der Ombudsstelle, aus denen sich 26 Ombudsverfahren entwickelt haben. In 64 Fällen lag keine Zuständigkeit vor, es erfolgte jeweils eine Verweisberatung an die entsprechend zuständigen Stellen. Bei den anfragenden Personen lag der Schwerpunkt deutlich bei der Gruppe der auszubildenden Personen. Folgende Themenschwerpunkte waren zu verzeichnen: Fehlzeiten, allgemeine Fragen/Beratung, Schulschließung, Prüfung, Diskriminierung/Gewalt/Übergriffe, Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.
Pflegesenatorin Dr. Ina Czyborra: „Der Auftrag der Ombudsstelle liegt in der lösungsorientierten Beratung zur Beilegung von Konflikten und der Prävention von Auseinandersetzungen. Damit leistet die Ombusstelle einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. Darüber hinaus trägt die Ombudsstelle auf struktureller Ebene zur Sicherung und Verbesserung der Qualität der Pflegeausbildung in Berlin bei. Die nun veröffentlichten Daten liefern allen beteiligten Akteuren wie Praxisanleitenden, Lehrenden, Trägern der praktischen Ausbildung und Verantwortlichen in der Politik wertvolle Hinweise für eine qualitative Weiterentwicklung der Ausbildungsbedingungen in der Pflege. Ich danke der Ombudsfrau Frau von Lersner-Wolff herzlich für die bisher geleistete Arbeit.“
Präsident des LAGeSo, Alexander Straßmeir: „Ein gutes Jahr erst gibt es die Ombudsstelle für die Pflegeausbildung in Berlin. Rasch konnte sie sich als Ansprechstelle für Auszubildende in der Pflege etablieren. Der gut vernetzten Ombudsfrau Annette von Lersner-Wolff ist es durch Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit in kürzester Zeit gelungen, die kostenlose und vertrauliche Beratung bekannt zu machen. Junge Menschen nehmen das Angebot an, weil sie verlässliche Unterstützung bei Konflikten und Fragen erwarten können. Dabei gemeinsam mit Trägern entwickelte Lösungen nutzen der Pflegeausbildung und damit der Qualität Pflege insgesamt.“
Ombudsfrau Annette von Lersner-Wolff: „Das erste Jahr als Ombudsfrau war von sehr persönlichen Begegnungen geprägt. Der Bericht weist es aus – die Problemlagen waren vielfältig, der Weg zur Lösung selten schnell und einfach. Dies erforderte Durchhaltevermögen bei allen Beteiligten, doch der Einsatz lohnte sich. Als Ombudsstelle sind wir damit auch für 2025 ein Angebot, um zukünftige ‚Profis in der Pflege‘ bei ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss zu unterstützen.“





