Von Sara Volker
Beim Katholikentag in Würzburg setzt der Deutscher Caritasverband ein starkes Zeichen für Mut und gemeinsames Handeln. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend unter Druck gerät – durch Extremismus, schwindendes Vertrauen und den Rückzug vieler ins Private – gewinnt die Frage nach gemeinsamer Verantwortung neue Bedeutung.
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa macht deutlich, dass Hoffnung dort entsteht, wo Menschen sich gemeinsam bewegen. Ergänzend zum biblischen Aufruf „Hab Mut, steh auf!“ formuliert sie eine klare Einladung: „Macht euch gemeinsam auf den Weg.“ Denn echte Veränderung gelingt nur im Miteinander – dort, wo Menschen Verantwortung teilen und neue Perspektiven entwickeln.
Diese Haltung spiegelt sich auch in den thematischen Schwerpunkten der Caritas wider. Fragen der sozialen Gerechtigkeit, des Klimaschutzes und eines würdevollen Lebens bis zuletzt stehen im Mittelpunkt. Entscheidend ist dabei die Bereitschaft, sich in andere hineinzuversetzen – denn wer die Perspektive des Gegenübers versteht, schafft die Grundlage für tragfähige Lösungen.
Ein sichtbares Zeichen dafür sind die „SchuLpturen“, übergroße, ungleiche Schuhpaare im Stadtbild. Sie symbolisieren Vielfalt und laden dazu ein, sich auf den Weg des Anderen einzulassen. Gleichzeitig werden sie zu Orten der Begegnung, an denen Menschen ihre Geschichten teilen und Teil eines gemeinsamen Aufbruchs werden.
Am Ende steht eine klare Erkenntnis: Zukunft entsteht nicht im Alleingang. Sie wächst dort, wo Menschen gemeinsam handeln, sich gegenseitig stärken und den Mut finden, neue Wege zu gehen.





