Von Shery Abdo
Bayer Leverkusen hat die Titelverteidigung noch nicht abgehakt: Nach irrer Aufholjagd und einem 4:3 (0:1) beim VfB Stuttgart ist der Klub wieder näher an die Spitze gerückt. Nach einer verrückten Aufholjagd eilte Xabi Alonso aufs Feld und herzte völlig losgelöst jeden einzelnen seiner Last-Minute-Experten. Meister Bayer Leverkusen hat die erfolgreiche Titelverteidigung noch nicht abgehakt – und ist nach einem späten und spektakulären Comeback am Sonntagabend in Stuttgart wieder näher dran an den Bayern.
Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso fand nach Wochen eines manchmal überkonstruiert anmutenden Kollektivfußballs zur alten Wucht zurück, die den Champion des Jahrgangs 2023/24 neben allen filigranen Fertigkeiten auch ausgezeichnet hatte.
Und weil Bayer 04 mal wieder einen Big-Bang-Auftritt wie diesen gebraucht hat, kann das dem Titelverteidiger unabhängig vom Ausgang des Endspurts für die restlichen acht Spieltage noch einmal frischen Elan einflößen. Beim wilden Alles-oder-Nichts-Duell in Stuttgart steckten die in der ersten Hälfte noch eher abwesend als anwesend anmutenden Leverkusener zwei Zweitorerückstände nach den Treffern von Ermedin Demirovic (15. Minute) und Nick Woltemade (48.) zum 0:2 und 1:3 durch ein Eigentor des Bayer-Spielmachers Granit Xhaka (62.) cool weg und setzten zur rasanten Aufholjagd an, die auf der Überholspur endete.
Jeremie Frimpong, einer der umtriebigsten Profis aus Alonsos Kader, hatte auf 1:2 verkürzt (58.), Piero Hincapie auf 2:3 (68.), ehe das große Finale anstand, in dem der Stuttgarter Angelo Stiller zum unfreiwilligen Helfer wurde, als er den Schlenzer von Victor Boniface zum 3:3 ins eigene Tornetz verlängerte (88.). Für das Finale furioso sorgte dann Patrik Schick, mit 17 Treffern der zweitbeste Bundesliga-Torjäger, mit seinem Kopfballtor zum 4:3 (90.+4).





