Vom Hany Danial

RB Leipzig hat seine beeindruckende Heimserie in der Fußball-Bundesliga eindrucksvoll fortgesetzt und den FC Augsburg mit 5:2 (3:1) bezwungen. In einer unterhaltsamen Partie in der Red Bull Arena bewiesen die Sachsen einmal mehr ihre offensive Durchschlagskraft vor eigenem Publikum. Besonders erfreulich aus Leipziger Sicht war dabei die Rückkehr von Christopher Nkunku in die Startelf, die der französische Offensivspieler mit einem Treffer und einer starken Vorstellung krönte.

Dabei begann die Begegnung für die Gastgeber denkbar ungünstig. Ausgerechnet Kapitän Willi Orbán, der sein 400. Pflichtspiel im Trikot der Leipziger absolvierte, leistete sich bereits nach wenigen Sekunden einen folgenschweren Fehler. Nach einem langen Ball der Augsburger konnte Maarten Vandevoordt den ersten Abschluss von Arijon Ibrahimović zwar noch abwehren, doch Anton Kade stand goldrichtig und verwertete den Abpraller bereits in der ersten Spielminute zur überraschenden Führung der Gäste.

Leipzig ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und übernahm zunehmend die Kontrolle. Allerdings tat sich die Mannschaft zunächst schwer, die kompakt organisierte Augsburger Defensive entscheidend zu überwinden. Erst nach einer guten halben Stunde gelang den Sachsen der Durchbruch. Ezechiel Banzuzi sorgte in der 34. Minute mit einem Distanzschuss für den verdienten Ausgleich. Maßgeblichen Anteil daran hatte Brajan Gruda, der mit einem starken Dribbling mehrere Gegenspieler stehen ließ und den Torschützen mustergültig bediente.

Nur eine Minute später schlug Leipzig erneut zu. Wieder war Gruda der Ausgangspunkt, diesmal setzte er sich mit einer sehenswerten Einzelaktion durch und servierte Christopher Nkunku den Ball, der aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung einschob. Für den französischen Angreifer war es ein besonders wichtiger Moment nach seiner Rückkehr in die Leipziger Startelf. Seine Präsenz, seine Beweglichkeit und seine offensive Qualität gaben dem Angriffsspiel der Gastgeber zusätzliche Impulse.

Noch vor dem Halbzeitpfiff erhöhte David Raum auf 3:1. Mit einem hervorragend getretenen direkten Freistoß aus rund 18 Metern ließ der Leipziger Kapitän dem Augsburger Torhüter Finn Dahmen keine Abwehrchance. Damit belohnten sich die Gastgeber für eine starke Schlussphase der ersten Halbzeit und gingen mit einer komfortablen Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Augsburg zunächst, wieder ins Spiel zurückzufinden. Anton Kade hatte dabei zwei gute Möglichkeiten, den Rückstand zu verkürzen, scheiterte jedoch an der Leipziger Defensive beziehungsweise an der eigenen Chancenverwertung. Leipzig zeigte sich dagegen deutlich effizienter. In der 60. Minute sorgte Rômulo für die Vorentscheidung. Nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen spielte Nkunku den entscheidenden Querpass, den der Angreifer aus kurzer Distanz zum 4:1 verwertete.

Trainer Martín Demichelis reagierte anschließend mit einem Dreifachwechsel und brachte Antonio Nusa, Christoph Baumgartner und Benjamin Henrichs für Brajan Gruda, Rômulo und Ridle Baku. Die Einwechslungen sollten sich unmittelbar auszahlen. Nur wenige Augenblicke später vollendete Baumgartner eine flache Hereingabe von Nusa mit einem Direktschuss zum 5:1 (66.). Auch auf Augsburger Seite wurde personell reagiert: Unter anderem kamen Alexis Claude-Maurice sowie später Tim Schnitzer und Uchenna Ogundu ins Spiel. Letzterer sorgte in der Nachspielzeit mit seinem ersten Bundesligatreffer für den 5:2-Endstand.

Der Erfolg unterstreicht einmal mehr die besondere Heimstärke der Leipziger. Fünf Bundesliga-Heimspiele, fünf Siege und ein beeindruckendes Torverhältnis von 23:2 sprechen eine deutliche Sprache. Saisonübergreifend feierte RB zudem den zehnten Heimsieg in Folge. Die Red Bull Arena entwickelt sich damit immer mehr zu einer Festung, in der selbst ein früher Rückstand die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringt.

Auch mit Blick auf die Tabelle gewinnt der Erfolg zusätzliche Bedeutung. Mit nun 18 Punkten liegt Leipzig auf dem dritten Tabellenplatz und bleibt dem Spitzenduo aus Bayern München und Borussia Dortmund, die jeweils 21 Zähler aufweisen, dicht auf den Fersen. Der Rückstand auf die beiden Titelkonkurrenten beträgt lediglich drei Punkte. Damit ist Leipzig nicht nur ein ernsthafter Kandidat für die Champions-League-Plätze, sondern darf sich durchaus Hoffnungen machen, im weiteren Saisonverlauf auch in den Kampf um die Spitzenpositionen einzugreifen.

Entscheidend wird allerdings sein, die beeindruckende Heimform auch in den Auswärtsspielen zu bestätigen und die defensive Stabilität weiter zu verbessern. Gegen Augsburg offenbarte Leipzig trotz des klaren Sieges einige Unkonzentriertheiten. Dennoch stimmen die offensive Variabilität, die