Die Bahn stellte wegen teils orkanartigen Böen den Fernverkehr in mehreren Bundesländern ein. In vielen Regionen schlossen die Schulen, zwei Autofahrer starben.
Umgestürzte Bäume, lose Dachziegel, abgesagte Flüge, verspätete Züge – und ein Todesopfer: Sturmtief „Ylenia“ zog von Westen kommend über Deutschland und traf vor allem den Norden und Osten, aber auch die Mitte es Landes. Zwei Autofahrer sind in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt von umstürzenden Bäumen erschlagen worden. Die Feuerwehren und Polizeileitstellen berichteten von zahlreichen Einsätzen, schwerere Sachschäden blieben aber aus.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte Unwetterwarnungen bis Donnerstagabend für weite Teile des Landes herausgegeben. Im Westen und Osten gab es neben dem Sturm auch einzelne Gewitter.
Am stärksten wehte es auf dem exponiert liegenden Brocken im Harz. Dort hat der Deutsche Wetterdienst in der Nacht in der Spitze Windgeschwindigkeiten von bis zu 152 Stundenkilometern gemessen.
Die Hochwasserstände an der niedersächsischen Nordseeküste blieben zum Teil niedriger als erwartet. Der Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln wurde vorsorglich eingestellt. Der Hamburger Fischmarkt wurde wieder zum Teil überspült – wie schon ein paar Male zuvor in diesem Jahr. In Schleswig-Holstein hingegen gab es eine Sturmflut. In Husum, am Eidersperrwerk und in Büsum beispielsweise lagen die Hochwasserwerte am frühen Donnerstagmorgen über 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser.
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