Die EU-Kommissionspräsidentin hat die Sanktionen für den Fall eines Angriffs auf die Ukraine konkretisiert. Ukrainischer Botschafter fordert Waffenlieferung. Das Liveblog
Der US-Regierung liegen Medienberichten zufolge Geheimdienstinformationen vor, wonach Russland seinem Militär an der Grenze zur Ukraine den Befehl gegeben haben soll, mit den Einmarschplänen fortzufahren. Das berichten die New York Times und der Sender CBS unter Berufung auf Beamte. Diese Informationen sollen US-Präsident Joe Biden am Freitag zu der Aussage veranlasst haben, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Entscheidung zum Angriff getroffen habe.
Die russischen Truppenkommandeure am Boden würden detaillierte Anweisungen für Truppenbewegungen in ihren Sektoren des Schlachtfeldes geben, sagte der CBS-Sicherheitskorrespondent David Martin in der Sendung Face the Nation. Die Informationen der Geheimdienste würden anzeigen, dass die Russen „alles so machen, wie es amerikanische Befehlshaber machen würden, wenn sie den Marschplan erst einmal erhalten haben“.
Die Geheimdienstinformationen sollen demnach zeigen, dass 40 bis 50 Prozent der mehr als 150.000 russischen Soldaten an der ukrainischen Grenze sich in Kampfformation begeben hätten und innerhalb weniger Tage einen Angriff starten könnten, schreibt die New York Times. Bei einigen der Truppen soll es sich demnach um russische Reservisten handeln, die nach einer Invasion eine Besatzungstruppe bilden könnten.
Die Beamten haben der Zeitung zufolge keine weiteren Details zu den Informationen genannt – lediglich, dass diese vertrauenswürdig seien.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die gegen Russland drohenden Sanktionen des Westens im Fall eines Angriffs auf die Ukraine konkretisiert. Die geplanten Finanzsanktionen seien darauf ausgerichtet, dass „Russland im Prinzip abgeschnitten wird von den internationalen Finanzmärkten“, sagte von der Leyen in der ARD-Sendung Anne Will. Wirtschaftlich richteten sich alle Sanktionen gegen „die Güter, die Russland dringend braucht, um seine Wirtschaft zu modernisieren und zu diversifizieren“.
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