Von Sara Volker
Mit der Veranstaltung „Forum BERLIN+ | Vom Dialog zur Bewerbung“, die heute im THF Tower am Flughafen Tempelhof stattfand, ist die erste Beteiligungsphase der Berliner Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele zu Ende gegangen. Berlins Bürgermeister Stefan Evers und der Olympiabeauftragte des Senats, Kaweh Niroomand, hatten Vertreterinnen und Vertreter sowie Interessierte aus der Stadtgesellschaft eingeladen, um das Konzept der Berliner Bewerbung vorzustellen und das bisherige Engagement der Beteiligten zu würdigen.
Bürgermeister Stefan Evers: „BERLIN+ ist ein Zukunftsprojekt für unsere Stadt, für unsere Partnerregionen und für ganz Deutschland. Die Begeisterung der Berlinerinnen und Berliner ist spürbar: Über Wochen hinweg haben sich zahlreiche Menschen in unserer Stadt mit großer Leidenschaft engagiert, miteinander diskutiert und ihre Ideen und Erwartungen eingebracht. Berlin ist der ideale Austragungsort für die Spiele: Unsere Stadt hat eine enorme internationale Strahlkraft, eine sportbegeisterte Bevölkerung und bereits heute sind mehr als 90 Prozent der benötigten Sport- und Veranstaltungsstätten vorhanden. Mein besonderer Dank gilt allen, die diesen Prozess ermöglicht und sich mit so viel Energie, Ideenreichtum und Leidenschaft eingebracht haben.“
„Die Beteiligung der Stadtgesellschaft hat die Berliner Bewerbung bereichert. Die Beiträge aus den Dialogformaten haben wertvolle Impulse geliefert und konkrete Weiterentwicklungen angestoßen. Damit zeigt Berlin, wie eine Bewerbung durch die konstruktiven, kritischen und vielseitigen Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger an Qualität gewinnt“, erklärt Kaweh Niroomand. Themen wie Nachhaltigkeit und Vermeidung von Emissionen, funktionierende Mobilität, Nachnutzung von Sportstätten, Inklusion auf allen Ebenen, Fan-Erlebnis in der Stadt wurden in den unterschiedlichen Dialogformaten intensiv diskutiert, weitergedacht und bei der Ausarbeitung der Bewerbung berücksichtigt.
Im Rahmen des Bewerbungsprozesses waren Berliner Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft und verschiedener Interessengruppen eingeladen worden, ihre Perspektiven und Anregungen in die Bewerbung einzubringen. Damit setzt Berlin einen besonderen Akzent im nationalen Bewerbungsverfahren: Die Stadtgesellschaft hat die Bewerbung aktiv mitgestaltet. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Spiele aussehen können, die zu Berlin passen, und nicht, ob Olympische und Paralympische Spiele stattfinden sollen.
Zentrales Ergebnis des Beteiligungsprozesses ist die „Bürgercharta für Olympia“ mit konkreten Vorschlägen, Ideen und Anforderungen, die in das Feinkonzept der Bewerbung integriert wurden.
Drei übergeordnete Leitgedanken wurden in der Bürgercharta für Olympia definiert:
Chance für die Stadtentwicklung: Die Spiele sollen konkrete Verbesserungen für Berlin bewirken.
Soziale und ökologische Verträglichkeit durch bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Stadtentwicklung.
Die Beteiligung hat wesentlich zur Qualität der Berliner Bewerbung beigetragen und den Anspruch Berlins unterstrichen, Olympische und Paralympische Spiele gemeinsam mit den Menschen der Stadt zu denken und zu gestalten.





