Die Klimakrise in Zeiten der Energiekrise meistern – darum ging es heute beim Deutsch-Niederländischen Klimakabinett. Der Fokus lag auf der Kooperation der beiden Länder hin zur Klimaneutralität. Auf der Agenda standen: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der europäische Green Deal, enger Austausch mit Blick auf die Gründung eines offenen und inklusiven Klimaclubs und die anstehenden UN-Klimaverhandlungen.
Bundeskanzler Olaf Scholz, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sowie mehrere Ministerinnen und Minister beider Regierungen haben sich zu einem Austausch über zentrale klimapolitische Fragen in Berlin getroffen. Beide Regierungen werden ihre klima- und energiepolitischen Beziehungen weiter vertiefen. Dabei geht es unter anderem um konkrete Projekte, zu Windenergie auf dem Meer und Wasserstoff und gemeinsame Strategien zur Bewältigung der Energiekrise
Deutschland und die Niederlande verbinden zahlreiche Gemeinsamkeiten bei den Prioritäten für die Verhandlungen auf EU-Ebene zum Green Deal und Fit for 55-Paket sowie die Positionen für die anstehenden Klimaverhandlungen im November in Ägypten. Beide Länder werden sich international dafür einsetzen, die Reduktion von Treibhausgasen zu beschleunigen und vulnerable Staaten bei der Anpassung an den Klimawandel und im Umgang mit klimawandelbedingten Verlusten und Schäden unterstützen.
Intensiv wurden die nationalen klimapolitischen Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen in Deutschland und den Niederlanden sowie die Energieversorgung diskutiert. Im Zentrum stand die Frage, wie die derzeitige Energiekrise als Chance genutzt werden kann, um die Transformation hin zur Klimaneutralität zu beschleunigen.
Das deutsch-niederländische Klimakabinett findet in einer außergewöhnlichen Zeit statt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat dazu geführt, dass die Europäische Union in Geschlossenheit und mit Entschlossenheit reagiert. Niederlande und Deutschland sehen die grüne Transformation als eine zentrale Notwendigkeit, um dem menschengemachtem Klimawandel zu begegnen. Von fossilen Energieträgern unabhängiger zu werden, ist aber auch aus sicherheitspolitischen Gründen eine Notwendigkeit geworden.





