Von Hany Danial
Der 5:1-Sieg über Leipzig im Bundesliga-Topspiel wird zur Nebensache. Der verheerende Anschlag von Magdeburg sorgt in München für Entsetzen. Bayern-Trainer Vincent Kompany findet eindringliche Worte. Auch das Bundesliga-Topspiel zwischen Bayern und Leipzig wird vom Anschlag in Magdeburg überschattet.
Nach dem Spiel kommt es aber erst zu grotesken Szenen, weil Leipzigs Spieler, offensichtlich unwissend, unbeirrt auslaufen. Dann setzt Bayerns Vorsitzender zu einer emotionalen Rede an.
Zwei Strahler waren in der abgedunkelten Arena auf Dreesen gerichtet, als er sich an die gut 75.000 Anwesenden im Stadion richtete: „Ich möchte sie bitten, für einen Moment zuzuhören, weil, dass ich jetzt hier stehe, haben wir uns völlig anders vorgestellt, und der Hintergrund dafür ist ein Schrecklicher, liebe Fans und Gäste, weil heute ist in Magdeburg ein grauenvoller Anschlag passiert.“
Leipzig-Cheftrainer Marco Rose hatte im Gegensatz zu Teilen seiner Ersatzspieler etwas von den Geschehnissen in Magdeburg mitbekommen und hatte im Anschluss an die Partie keine große Lust, über Fußball zu sprechen.
„Ja ich habe was gehört. Aber ich meine, wollen wir heute überhaupt über Fußball reden Männer, ganz ehrlich? Ich habe Nachrichten mehr oder weniger aus der Heimat bekommen, aus Magdeburg. Wo dann jetzt am Ende ein paar Sachen auch wieder in einem anderen Licht dastehen. Und ja wir haben Fußball gespielt, ja wir haben hoch verloren, ja wir haben verdient verloren und Benny hat möglicherweise eine schwere Sprunggelenksverletzung. Aber wie gesagt, da sind so ein paar andere Sachen heute passiert, die einfach nicht schön sind“, befand Rose bei DAZN.
Am Freitagabend war ein Mann mit einem Auto auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg in eine Menschenmenge gerast. Die Anzahl der Toten war zum Zeitpunkt von Dreesens Ansprache noch nicht bestätigt. Aufgrund der schrecklichen Ereignisse rief der Vorstandsvorsitzende zu einer Schweigeminute auf.





