Gladbach
RB Leipzig verliert in Gladbach nicht nur die Partie, sondern auch die. Am Samstag bejubelten die „Fohlen“ ein 1:0 (0:0) im Rennen um die Europapokalplätze. Der Gladbacher des Tages war Alassane Pléa: Er erzielte den goldenen Treffer (56. Minute), auch sonst bekam Leipzig ihn nie zu packen. Borussia hat nun 43 Punkte und stößt Leipzig (42 Zähler) von Rang fünf.
„Wir sind jetzt einfach enttäuscht“, sagte Leipzig-Trainer Marco Rose deshalb nach dem Spiel der Sportschau. „Träumen ist erlaubt“, sagte sein Gladbacher Pendant Gerardo Seoane.
„Wir werden bis zum Schluss alles geben und dann sehen, wofür es gereicht hat.“ Champions-League-Qualifikation aus den Augen. Beim 1:0 gegen Leipzig überflügelt der Klub den direkten Konkurrenten – so langsam werden die Europapokal-Ambitionen der Borussia konkreter.
„Wir haben jetzt 43 Punkte und können nicht mehr absteigen“, witzelte nach dem Spiel der Sportgeschäftsführer Roland Virkus und wollte mit solchem Understatement wohl auch darauf hinweisen, dass seine Borussia nicht mit konkreten Europapokalträumen in die Saison gegangen war. Flügelstürmer Robin Hack erklärt die komfortable Lage so: „Niemand hat vor der Saison an uns geglaubt.
Deshalb gehen wir ohne Druck in die restlichen Spiele.“ Jeder spüre aber, dass jetzt etwas möglich sei. Kollege Rocco Reitz findet: „Wenn man solche Spiel gewinnt, dann darf man auch träumen.“ Gladbach im Europapokal? Das findet Reitz „realistisch“.





