Von Sara Volker
Die Berliner Beratungsstelle für Berufskrankheiten feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Sie hat im März 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Seitdem konnten mehr als 800 Personen in Fragen zur Anerkennung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen beraten werden. Dabei werden Ratsuchende zum Teil über Monate oder sogar Jahre begleitet. Aktuell betreut die Beratungsstelle etwa 150 Fälle. Ein Großteil der Anfragen (ca. 40 Prozent) bezieht sich dabei auf COVID-19 bzw. Long/Post COVID. Doch auch Arbeitsunfälle und andere anerkennungsfähige Berufskrankheiten, z. B. Muskel-Skelett-Erkrankungen, Lärmschwerhörigkeit oder Hauterkrankungen, gehören zum Spektrum der Beratungen.
Cansel Kızıltepe, Senatorin für Arbeit, Sozial, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Die Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten hat sich zum Ziel gemacht, die Betroffenen in allen Phasen ihres Verfahrens bei der gesetzlichen Unfallversicherung zu unterstützen. Ich bin stolz darauf, dass Berlin dieses Unterstützungsangebot seit mittlerweile fünf Jahren bereitstellt. Die Anfragen sind so vielfältig wie das Arbeitsleben in Berlin. Ob eine Handwerkerin mit Rückenschmerzen, eine Pflegekraft mit einer Infektionskrankheit oder ein Baumpfleger mit Hautkrebs: Wir unterstützen Menschen, die ihre Arbeit krankgemacht hat.“
Das Team der Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten berät unabhängig, vertraulich und kostenlos. Diese Unterstützung ist notwendig, denn die Verfahren sind meist langwierig und kompliziert. Das Ziel der Mitarbeitenden ist dabei immer, arbeitsbedingt Erkrankten bei der Anerkennung von Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen zur Seite zu stehen. So kann diesen Menschen geholfen werden, berechtigte Leistungen bei der gesetzlichen Unfallversicherung zu beanspruchen. Dazu gehören etwa medizinische Behandlungen, Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsplatz oder finanzielle Leistungen wie die Verletztenrente.





