London 

Borussia Dortmund hat den zweiten Champions-League-Sieg nach 1997 verpasst. Der BVB verlor das Königsklasse-Finale nach Toren durch Daniel Carvajal (74. Minute) und Vinicius Junior (83.) in London 0:2 (0:0) gegen Real Madrid. Die Westfalen hatten in der ersten Halbzeit noch dominiert, ließen aber durch Karim Adeyemi (21.) und Niclas Füllkrug (23.) beste Chancen liegen.

Die Eckball-Vorarbeit des deutschen Nationalspielers Toni Kroos auf Carvajal leitete die Niederlage des Bundesliga-Klubs ein, die ein Schnitzer von Ian Maatsen im Spielaufbau vor dem zweiten Gegentreffer besiegelte.

Die Madrilenen holten den „Henkelpott“ damit schon zum neunten Mal.
Dieser BVB, in der Bundesliga nur Fünfter, hat es, nach zwei Niederlagen zum Auftakt der Gruppenphase, weiter gebracht als zu erwarten war. Im Finale war er lange sogar die bessere Mannschaft. Und scheiterte wie die Bayern, und die anderen beiden Bundesligisten zuvor in dieser Saison, an den Königlichen.

Trainer Edin Terzić applaudierte seinem Team direkt nach Halbzeitpiff, und in den Statistiken fand man tatsächlich handfeste Bestätigung für das, was man Wundersames gesehen hatte. Der Tabellenfünfte der Bundesliga hatte Europas größtes Team des letzten Jahrzehnts bei einem so bedeutenden Spiel in arge Bedrängnis gebracht.

Hinter dem torlosen Remis verbargen sich etliche Führungen in der B-Note: Torschüsse aufs Tor 3:0, Torschüsse 8:2, Ecken 5:1. Marcel Sabitzer, Karim Adeyemi oder Niclas Füllkrug hätten die verdiente Führung erzielen können. Doch trotz allem Zauber galten für die Dortmunder die fußballerischen Binsenweisheiten: Wer kein Tor schießt, kann nicht gewinnen.