Von Sara Volker

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat heute in Berlin eine Bilanz der Bundesregierung zur Migrationspolitik in der zu Ende gegangenen Wahlperiode vorgestellt. Im Mittelpunkt der Arbeit stand, die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften zu stärken, die irreguläre Migration wirksam zu begrenzen und die Schleusungskriminalität entschieden zu bekämpfen. In allen drei Bereichen ist Deutschland stark vorangekommen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Migrationspolitik ist nichts für Sprücheklopfer, sondern eine Managementaufgabe, die man beharrlich angehen muss. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wir haben die Fachkräfte-Einwanderung seit 2021 um 77 Prozent gesteigert. Wir sind heute ein Land, das mehr in Integration investiert und attraktiver ist für talentierte und qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte aus aller Welt. Deutschland ist ein Einwanderungsland – und muss es bleiben. Das ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.

Zugleich haben wir die irreguläre Migration deutlich zurückgedrängt. Die Asylzahlen sind 50 Prozent niedriger, die Zahl der Abschiebungen ist 55 Prozent höher als vor zwei Jahren. Bei unseren Binnengrenzkontrollen hat die Bundespolizei bereits 50.000 Personen zurückgewiesen. Wir verhindern, dass Menschen einreisen, die nicht einreisen dürfen, und legen Kriminellen das Handwerk. Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem wird der Schlüssel sein für die weitere Begrenzung, Kontrolle und für einen starken Schutz der EU-Außengrenzen.

Auch weiterhin gilt: Wir müssen Debatten über Migration ohne Ressentiments führen, immer im Bewusstsein darum, dass es um Menschen geht. Ich wünsche mir mehr Respekt vor den fast 25 Millionen Menschen in unserem Land, die eine Einwanderungsgeschichte haben. Wir sollten immer wieder zeigen: Wir sind ein Land, wir sind eine Gesellschaft, wir gehören zusammen.“

 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland

Ende Februar 2025 waren insgesamt 1.252.954 Personen, die im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit dem 24. Februar 2022 nach Deutschland geflüchtet sind, im Ausländerzentralregister als aufhältig erfasst.

Davon sind 82.111 (rund 7 %) Kinder bis 5 Jahre, 278.345 (rund 22 %) Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren, 775.272 (rund 62 %) Erwachsene bis 63 Jahre und 117.226 (rund 9 %) Erwachsene über 64 Jahre. Rund 58 % der Geflüchteten sind weiblich und rund 42 % männlich (bei Personen ab 18 Jahren: rund 37 % männlich, rund 63 % weiblich).

Seit dem 24. Februar 2022 sind insgesamt 1.664.140 Personen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland eingereist und haben hier Schutz gefunden.