*Dortmund 

Deutschland hat durch ein 3:3 (3:0) gegen Italien im Viertelfinal-Rückspiel die Finalrunde in der Nations League erreicht. Nach starker erster Hälfte musste die DFB-Elf zittern. Trost spendete die zweite Hälfte, aber über das 0:3 zur Pause fallen harsche Worte.

Das wiederum konnte man von jenem Bundestrainer, der am Sonntagabend im Dortmunder Stadion darüber sprach, wie aus einem 3:0 gegen Italien ein 3:3 geworden war, ganz und gar nicht sagen. Julian Nagelsmann wirkte mitgerissen von diesem Abend, von der Art und Weise, wie seine Mannschaft 45 Minuten lang Fußball gespielt hatte, „unfassbar ansehnlichen Fußball“, wie er sagte. Und man liegt gewiss nicht falsch, wenn man eine ordentliche Portion Trainerstolz erkennt in jener Bemerkung, dass dieser Fußball „das Interessanteste (war), was man in den letzten Monaten gesehen hat“. Joshua Kimmich, der absolut herausragende Mann beider Partien, erklärte: „Die erste Halbzeit war tatsächlich sehr sexy anzugucken, wir haben sehr schnell gespielt, Italien hatte fast gar keine Abschlüsse.

Nach dem 1:3 haben wir dann gesehen, dass wir doch noch sehr fehleranfällig sind. „Donnarumma, was für ein Fehler“, schrieb La Reppublica, weil Italiens Torhüter seine Vorderleute an- und zurechtweisen wollte, als die deutsche Mannschaft bereits zur Ausführung des Eckballs überging und das ganze Westfalenstadion in Dortmund überraschte.

„Die Azzurri werden durch Kimmichs schnellen Eckstoß verspottet“, fand Corriere della Sera, Tuttosport ging sogar noch weiter: „Musiala schießt ins leere Tor und verhöhnt die Azzurri.“ Stellvertretend für ganz Italien fragte sich die Gazzetta dello Sport: „Italien, was machst du?“