Von Hany Danial
Der FC Bayern München untermauert seine Vormachtstellung im deutschen Frauenfußball mit dem nächsten Titelgewinn und setzt unmittelbar vor dem Start der Bundesliga ein gewichtiges Signal an die gesamte Konkurrenz.
Im Duell der beiden Schwergewichte setzte sich der Meister im Audi Sportpark mit 3:0 gegen den VfL Wolfsburg durch und baute seine beeindruckende nationale Serie auf nunmehr 53 Pflichtspiele ohne Niederlage aus. Dabei spiegelte das deutliche Endergebnis das Geschehen vor allem in der Anfangsphase nur bedingt wider, denn die Niedersächsinnen starteten griffiger, pressten hoch und erarbeiteten sich durch Cora Zicai die ersten hochkarätigen Chancen, darunter einen Pfostentreffer, der die Führung für den Herausforderer bedeutet hätte.
Die Wende in einer intensiv geführten Partie brachte schließlich eine unglückliche Szene in der 32. Minute, als Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes nach einem Freistoß von Klara Bühl und einem Kopfball von Jovana Damnjanović unglücklich mit dem Rücken an den Pfosten prallte und den Ball dabei selbst über die Linie beförderte.
Dieser Slapstick-Treffer wirkte wie ein Wirkungstreffer gegen die Wölfinnen, während die Münchnerinnen ihre gnadenlose Effizienz ausspielten und noch vor dem Pausenpfiff in der vierten Minute der Nachspielzeit durch einen abgefälschten Bühl-Freistoß auf 2:0 erhöhten.
Direkt nach dem Wiederanpfiff schnürte Nationalspielerin Klara Bühl mit einem platzierten Abschluss ihren Doppelpack und machte mit dem 3:0 binnen weniger Sekunden nach dem Seitenwechsel alles klar.
Für den FC Bayern bedeutet dieser dritte Supercup-Triumph in Folge einen perfekten Einstand unter der Regie des Trainerteams und einen enormen Schub an Selbstbewusstsein vor dem Ligaauftakt bei Union Berlin, da die Mannschaft einmal mehr bewies, wie eiskalt sie Schwächephasen des Gegners bestraft. Der VfL Wolfsburg hingegen steht trotz einer spielerisch und taktisch über weite Strecken ansprechenden Leistung vor dem Auftakt beim 1. FC Nürnberg vor der Aufgabe, individuelle Unkonzentriertheiten abzustellen und vor dem gegnerischen Gehäuse konsequenter zu agieren, um den mentalen Rückstand auf den dauerhaften Rivalen aus München nicht weiter anwachsen zu lassen.





