Der Kanzler erwartet eine rasche Einigung über weitere Entlastungsmilliarden. In den Fokus rückt zur Finanzierung ein Modell, das die FDP bisher ablehnt.
Von Madrid nach Meseberg sind es knapp 2400 Kilometer. Aber für Pedro Sánchez ist es dennoch selbstverständlich, der Einladung von Olaf Scholz in das brandenburgische Barockschloss zu folgen. Für den Kanzler ist der spanische Ministerpräsident ein willkommener Kronzeuge, dass etwas funktionieren kann, was einige seiner Probleme lösen könnte.
„Die Bürger müssen den Eindruck haben, dass die Lasten gerecht verteilt werden. Das ist der Grund, warum wir diese Steuer verabschiedet haben“, sagt der braungebrannte Sánchez im Schlossgarten, Scholz neben ihm dürfte innerlich zustimmen.
Die zweitägige Kabinettsklausur in Meseberg bildet den Rahmen für ein Paket, das mitentscheiden wird, wie gut Deutschland durch diesen Wirtschaftskrieg mit Russland kommt – und ob die Ampel-Koalition nach Wochen der Sticheleien die Kurve bekommt.