Von Hany Danial
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den lang erwarteten Trainerwechsel offiziell vollzogen: Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer der deutschen A-Nationalmannschaft. Der 59-Jährige unterschrieb am DFB-Campus in Frankfurt einen Vertrag bis 2030 und soll die Mannschaft zur UEFA EURO 2028 sowie zur FIFA-Weltmeisterschaft 2030 führen.
Klopp übernimmt das Amt am 15. August 2026 und tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der nach dem WM-Aus gegen Paraguay Anfang Juli seinen Rücktritt erklärt hatte. Die Entscheidung fiel einstimmig auf Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke.
Unterstützt wird Klopp von einem hochkarätigen Trainerteam: Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender. Krawietz und Lijnders arbeiteten bereits viele Jahre erfolgreich mit Klopp zusammen und feierten unter anderem den Gewinn der Champions League 2019 sowie der Premier League 2020 mit dem FC Liverpool.
In seiner ersten Ansprache machte Klopp deutlich, welche Bedeutung die neue Aufgabe für ihn hat: Die Nationalmannschaft könne die Menschen in Deutschland verbinden wie kaum etwas anderes. Sein Ziel sei es, eine Mannschaft zu formen, die füreinander kämpft, mit Leidenschaft Fußball spielt und hinter der sich die Fans wieder mit Stolz versammeln können.
Auch beim DFB ist die Zuversicht groß. Präsident Bernd Neuendorf bezeichnete Klopp als die absolute Wunschlösung und lobte dessen Führungsstärke, Glaubwürdigkeit und Fähigkeit, Menschen zu begeistern. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hob insbesondere Klopps außergewöhnliche Kompetenz in der Entwicklung junger Spieler und seine Erfahrung auf höchstem internationalen Niveau hervor.
Sein Debüt als Bundestrainer feiert Klopp Ende September. Zum Auftakt wartet in Amsterdam das Prestigeduell gegen die Niederlande, anschließend folgen Länderspiele gegen Griechenland und Serbien.
Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp beginnt für den deutschen Fußball eine neue Ära. Die Erwartungen sind hoch – ebenso wie die Hoffnung, dass einer der erfolgreichsten Trainer der vergangenen Jahre den DFB zurück an die internationale Spitze führen kann.
Foto: Thomas Böcker/DFB