Bundesfamilienministerin Lisa Paus hat heute sechs Mehrgenerationenhäuser mit dem Bundespreis Mehrgenerationenhaus #GemeinsamMehr ausgezeichnet. Die Preisverleihung bot Einblicke in die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser und zeigte auf, in welch beeindruckender Weise die Häuser mit aktuellen Herausforderungen umgehen. Die Preisträger erhielten jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro.
Bundesfamilienministerin Lisa Paus: „Mit dem Wettbewerb wollen wir den Mehrgenerationenhäusern und ihren haupt- und ehrenamtlich Aktiven Danke sagen. Und wir wollen der breiten Öffentlichkeit zeigen, wie kreativ und vielfältig das Engagement der Mehrgenerationenhäuser ist. Die Mehrgenerationenhäuser stehen für ein spürbares Mehr an Lebensqualität für Jung und Alt. Sie schaffen ein Mehr an Gemeinschaft und Verbundenheit in den Nachbarschaften. Dieses Miteinander ist gerade heute enorm wichtig. Denn die aktuellen Herausforderungen, vor die uns die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine stellen, können wir nur gemeinsam im gesellschaftlichen Zusammenhalt bewältigen. Ich bin sehr dankbar für den Beitrag, den die Mehrgenerationenhäuser dazu leisten.“
Der Bundespreis Mehrgenerationenhaus wurde in den Kategorien Demokratiestärkung, ökologische Nachhaltigkeit, Zusammenhalt, Bildung & Unterstützung und als Sonderpreis unter dem Motto „Gemeinsam stark in Pandemiezeiten“ verliehen. Die sechs Preisträger sind:
Das Mehrgenerationenhaus Chemnitz überzeugte mit seinem Projekt „U-18-Wahllokal 2021 mit Begleitaktionen der politischen Bildung“ in der Kategorie Demokratiestärkung. Es hat jungen Menschen die politische Realität auf Augenhöhe nähergebracht und einen Lernort für Demokratie geschaffen.
Das Mehrgenerationenhaus Kinder im Zentrum Gallus e.V hat mit seinem Projekt „Gallus Garten: Gemeinsam mehr Grün“ aus einer ehemals brachliegenden Grünfläche einen Gemeinschaftsgarten in einem von Diversität geprägten, urbanen Viertel geschaffen. Damit gewann das Haus den Preis in der Kategorie ökologische Nachhaltigkeit.
Das Nachbarschaftshaus Wiesbaden erhielt den Preis in der Kategorie Zusammenhalt für sein Projekt „Zoom-Motion“. Die Jury überzeugte das generationenübergreifende Theaterstück, in dem Theater, Kreativität und mediale Kompetenzen erfolgreich zusammengeführt wurden.
In der Kategorie Bildung & Unterstützung wurden gleich zwei Projekte ausgezeichnet:
Das Mehrgenerationenhaus Nürnberger Land fördert mit den „NachhilFEEn“, einem generationenübergreifenden Nachhilfe-Angebot, gleichermaßen Schüler*innen und Lehramtsstudierende.
Das Mehrgenerationenhaus Taufkirchen hat mit seiner „Aktion Lücken schließen“ Lernpatenschaften für benachteiligte Kinder und Jugendliche geschaffen. Die Schüler*innen bekamen in Pandemiezeiten sowohl bei Lernfragen als auch in ihren sozialen Anliegen ganz konkrete Unterstützung.
Mit dem Sonderpreis „Gemeinsam stark in Pandemiezeiten“ wurde der Einsatz der Mehrgenerationenhäuser unter den besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie gewürdigt. Preisträger ist das Mehrgenerationenhaus AWOthek Südstadt, das in Lockdown-Zeiten Gesprächsrunden unter einem Baum etablierte und damit eine Gesprächskultur stärkte, die auch oftmals Ungehörten eine Möglichkeit zum Reden bot.





