Von Hany Danial 

Union Berlin und RB Leipzig haben sich im vermeintlichen Topspiel am Abend torlos getrennt. Die Eisernen haben in den letzten Begegnungen gegen die Sachsen wenig Grund zur Freude gehabt.

In den letzten drei Bundesliga-Duellen blieben die Berliner sieglos und torlos, darunter eine deutliche 0:3-Heimniederlage in der vergangenen Saison.  

Die Leipziger, die unter der Woche Ausnahmespieler Xavi für die vereinsinterne Rekordsumme von 50 Millionen Euro fest von Paris Saint-Germain verpflichtet hatten, sind nun vier Ligaspiele in Serie ohne Sieg, während sie in der Tabelle mit 33 Punkten auf Champions-League-Platz vier kletterten.

Bei den Gästen gab es lediglich eine Chance, die jedoch vom Schiedsrichter einkassiert wurde: Willi Orban schickte Xavi in die Gasse, der Frederik Rönnow überlupfte.

Die Kugel tropfte am langen Pfosten vorbei, doch der Assistent hob wegen Abseits die Fahne, eine enge Entscheidung – letztlich ohne Auswirkungen. So ging es torlos in die Kabine. David Raum (RB Leipzig): „Wir wussten, es wird eklig. Wir kommen aus Graz mit einer Niederlage.

Die Fans hier mögen uns nicht so ganz. Wir müssen den Kampf annehmen, vielleicht haben wir ihn zu sehr angenommen.Wir haben uns ein stückweit zu sehr angepasst. Es darf nicht unser Anspruch sein, hier einen Punkt zu erkämpfen. Wir können Fußball spielen, wir haben das auch schon oft gezeigt. Wir hatten die Räume, wir hatten Ballgewinne, dann war der Ball aber zu schnell weg. Sie haben uns in der ersten Halbzeit gut gebunden. In der Halbzeit haben wir umgestellt auf Viererkette. Das war besser. Aber dann ging es wieder ins Kämpferische, langer Ball, zweiter Ball.“