Von Hany Danial

Die afrikanische Fußball-Konföderation (CAF) stellt sich demonstrativ hinter die FIFA-Führung um Präsident Gianni Infantino. Nach den deutlichen Unstimmigkeiten rund um das geplante „FIFA Forward Enterprise“ (FFE) schwenkt das Exekutivkomitee der CAF auf eine Linie der geschlossenen Unterstützung ein, fordert zugleich aber kompromisslose Governance-Standards.

In einer gemeinsamen Erklärung hatten Infantino und FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström eingeräumt, dass beim FFE Fehltritte passiert seien: Das Gefühl der Isolation beim FIFA-Rat und den Mitgliedsverbänden sei ein Fehler gewesen, für den man sich entschuldige. Das Projekt selbst ist vom Tisch. Dennoch betonten die FIFA-Macher, dass alle Schritte im Rahmen des Reglements erfolgten.

CAF-Präsident Dr. Patrice Motsepe begrüßte diesen Schritt ausdrücklich und schlägt gewohnt deutliche Töne an: „Für uns in Afrika sind Good Governance, Transparenz und die Einhaltung regulärer Prozesse nicht verhandelbar.“ Das erwarte man von Politik und Wirtschaft, und das gelte ohne Abstriche auch für die CAF. Gleichzeitig betonte Motsepe den Anspruch, den afrikanischen Fußball weiter an die Weltspitze zu führen – von der Talentförderung über den Ausbau moderner Infrastruktur bis hin zu stabilen Sponsoring-Einnahmen.