Von Sara Volker

Levski und Eintracht trennen sich im Play-off-Hinspiel 1:1 (0:1). Nach der Führung durch Kolo Muani (6.) schlägt Fadiga ganz spät zurück (90. + 5)
Premiere für die Eintracht in der UEFA Europa Conference League. Im Play-offs-Hinspiel beim PFC Levski Sofia veränderte Cheftrainer Dino Toppmöller seine Startelf im Vergleich zum siegreichen Bundesligastart gegen den SV Darmstadt 98 auf drei Positionen. Jens Petter Hauge und Omar Marmoush rutschten im Wassil-Lewski-Nationalstadion für Jesper Lindström sowie den verletzt fehlenden Sebastian Rode ins offensive Mittelfeld. Aurélio Buta bearbeitete anstelle von Philipp Max die Außenbahn. Éric Junior Dina Ebimbe kehrte somit ins Zentrum zurück, Hauge begann links, Buta rechts. Am EintrachtTV-Mikrofon äußerte sich Sportvorstand Markus Krösche zu den Umstellungen. Er erwarte, dass „wir mehr Ballbesitz als Sofia haben werden und dementsprechend offensiv viele Lösungen brauchen werden“.

Kolo Muani beschert frühe Führung
Eine schnelle offensive Lösung, die sich direkt auszahlte, fanden die Gäste bereits in der sechsten Minute. Marmoush setzte sich im Zweikampf durch und bedient Dina Ebimbe, dessen Schuss Sofias Keeper Plamen Andreev noch abwehren konnte. Doch die Eintracht blieb aufmerksam und gedankenschnell. Mario Götze legte den Abpraller quer in die Mitte, wo Randal Kolo Muani einschob. Das Tor wurde anschließend noch kurz überprüft, zu beanstanden gab es aber nichts. Ein Start nach Maß. Nach DFB-Pokal und Bundesliga markierte Frankfurts französischer Stürmer somit auch in der UEFA Europa Conference League das 1:0.

Eine beruhigende Wirkung auf das Spielgeschehen hatte der frühe Treffer jedoch nicht. Sofia lief die Hessen früh an und suchte in den Folgeminuten seine Chance. Wenige Augenblicke, nachdem Buta aus spitzem Winkel an Andreev gescheitert war, drang Welton auf der Gegenseite in den Strafraum ein, doch sein Querpass fand keinen Mitspieler (16.). Wenig später setzte Jawad El Jemili einen Freistoß aus aussichtsreicher Position wuchtig über den Querbalken (20.).

Heiße Schlussphase in Halbzeit eins
Spielerische Ansätze waren in der Folge zwar erkennbar, doch zwingende, im Strafraum Gefahr ausstrahlende Aktionen ließen auf beiden Seiten auf sich warten. Eine Dürreperiode, die aber abrupt endete. In der 40. Spielminute lag den Levski-Fans der Torschrei schon auf den Lippen – eigentlich sogar mehr als das. Wieder war es Welton, der über links in den Sechszehner kam. Diesmal fand seine scharfe Hereingabe Ronaldo, doch der schoss den Ball aus zwei Metern Kevin Trapp in die Arme. Wenige Augenblicke hatte Kolo Muani den Doppelpack auf dem Fuß, kam aber nicht an Sofias Torhüter vorbei (41.). Ein Check des VAR, ob der Franzose dabei regelwidrig gehalten wurde, blieb ohne Einfluss auf die Spielfortsetzung. Tief durchatmen vor dem Halbzeitpfiff, in den Schlussminuten der ersten Hälfte hatte die Partie noch einmal richtig Fahrt aufgenommen.