Von Kai Ulrich
Prof. Dr. Manon Garcia den Heinz Maier-Leibnitz-Preis. Sie ist eine von zehn Forscherinnen und Forschern, die im Jahr 2025 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in einem frühen Karrierestadium ausgezeichnet werden. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist mit 200.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung in Deutschland für Forscherinnen und Forscher in der Aufbauphase ihrer Karriere.
Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra: „Ich gratuliere Frau Jun.-Prof. Dr. Manon Garcia sehr herzlich zu diesem besonderen Erfolg. Dass auch in diesem Jahr einer der zehn angesehenen Heinz Maier-Leibnitz-Preise an eine Berliner Wissenschaftlerin geht, macht deutlich: In Berlin bieten wir ein Umfeld, in dem sich Forscherinnen und Forscher in allen Karrierephasen frei entfalten können und an wegweisenden Fragestellungen für unsere Gesellschaft arbeiten. Manon Garcia greift als Philosophin mit einer bereits jetzt beeindruckenden internationalen Karriere Fragen von Freiheit und Unterwerfung sowie hinsichtlich der Rolle, die dabei die Unterscheidung von Mann und Frau spielt, auf, die zeitgemäßer nicht sein könnten.“
Nach dem Studium der Philosophie, Wirtschaft und Politik wurde Garcia an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne promoviert. Von dort erfolgte der Wechsel auf äußerst prestigevolle Postdoc-Stellen an der Harvard University und an der University of Chicago. 2021 wurde sie zum Assistant Professor an der Yale University ernannt, ein Jahr später wechselte sie auf eine Juniorprofessur an der Freien Universität Berlin. Die DFG hebt hervor, dass Garcia fundamentalen Fragen aus Perspektive der praktischen Philosophie auf neue Weise aufwirft und die geläufigen Antworten überaus originellen Analysen unterzieht und sie einem produktiv irritierenden Praxistest aussetzt. Ihre Studien seien daher nicht nur gedanklich auf überraschende Weise präzise, sondern auch von höchster sozialer und politischer Relevanz.
Garcias Werke werden weltweit rezipiert, wie Übersetzungen vom Französischen oder Englischen ins Chinesische, Deutsche, Indonesische, Italienische, Japanische, Koreanische, Polnische, Slowenische, Spanische oder Türkische zeigen.
Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG soll die Preisträgerinnen und Preisträger darin unterstützen und anspornen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen. Er wird vom Hauptausschuss der DFG auf Vorschlag einer hochkarätig besetzten Auswahlkommission nach wissenschaftlichen Kriterien vergeben. In diesem Jahr erhalten vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftler den Preis.
Die Ausgezeichneten erhalten ein hochdotiertes Preisgeld von jeweils 200.000 Euro, das sie in einem Zeitraum von bis zu drei Jahren für die weitere Forschungsarbeit verwenden können. Verliehen werden die Preise am 3. Juni 2025 in Berlin.





