Von Sara Volker
Das Kino ist ein bedeutender Kultur- und Wirtschaftsfaktor in Berlin. An 95 Standorten in der Hauptstadt – vom kleinen Arthouse-Kino bis zum großen Multiplex – können die aktuellen Blockbuster, aber auch Dokumentarfilme oder Nischenproduktionen Tag für Tag gesehen werden. Nach der Corona-Pandemie und Kürzungen in der Förderung des Bundes stehen jedoch auch die Lichtspielhäuser vor schwierigen Zeiten. Auf Beschluss des Parlaments wird mit diesem Doppelhaushalt eine Kinoförderung mit einem Volumen von insgesamt sechs Millionen Euro eingeführt, die verschiedene Komponenten zur Unterstützung der Filmtheater in Berlin beinhaltet. In diesem Jahr wird das Zukunftsprogramm Kino (ZPK) des Bundes mit bis zu einer Million Euro kofinanziert, im kommenden Jahr erfolgen die Ausweitung der regionalen Kinoinvestitionsförderung, eine weitere Aufstockung der Preisgelder für den Kinoprogrammpreis sowie die Finanzierung von Netzwerkaktivitäten, die von Branchen-Initiativen über
Kinofeste bis hin zu kulturellen Veranstaltungen reichen können. Bei der Kinoinvestitionsförderung wird der Kreis der Antragsberechtigten erheblich ausgeweitet.
Die zur Verfügung stehenden Gelder werden unkompliziert über das Medienboard Berlin-Brandenburg und die Filmförderanstalt FFA ausgereicht. Über die entsprechenden Möglichkeiten zur Beantragung der Gelder wird die Branche zeitnah informiert.
Der Chef der Senatskanzlei und Staatssekretär für Medien und die Metropolregion, Florian Graf, freut sich über diese bundesweit einmalige Förderung: „Wer sich zum Kulturgut Kino bekennt, muss die Branche auch angemessen unterstützen, damit sie im Wettbewerb mit den großen Fernsehsendern und den Streaming-Anbietern weiterhin bestehen kann. Mit der Kinoförderung sorgen Senat und Abgeordnetenhaus dafür, dass dieses traditionsreiche Medium eine Zukunft hat.“
Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin des Medienboards, unterstreicht die Bedeutung des Programms für die Branche, das anlässlich der heutigen Verleihung des Kinoprogrammpreises vorgestellt wurde: „Wir feiern die Berliner und Brandenburger Kinos mit ausgezeichnetem Programm und freuen uns, dass das Publikum nach der Corona-Krise zurückgekehrt ist. Mit ihrem Durchhaltevermögen und leidenschaftlichen Einsatz stehen sie für das Kulturgut Kinovielfalt. Nirgendwo sonst ist das Angebot so groß. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat das Land Berlin die Fördermittel für die Kinokultur um sechs Millionen Euro für die nächsten Jahre erhöht! Dafür gebührt den Abgeordneten groß Der ank!“





